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Reiten in Wald und Flur im Saarland

 
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irishman



Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: So 02 Apr, 2006 13:24    Titel: Reiten in Wald und Flur im Saarland Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Anbei mal ein kleiner Artikel zu "Reiten in Wald und Flur im Saarland".

Nachdem die anfängliche Euphorie über die Neuregelung zwischenzeitlich verflogen sein dürfte, soll hier auch auf Probleme eingegangen werden, die trotz oder gerade wegen der Änderungen (fort)bestehen.


Rechtliche Grundlagen:
1) Saarländisches Waldgesetz
2) Verordnung über das Reiten im Wald.

Zu 1)
Für das Reiten im Walde von Bedeutung sind die § 25 und §27 des Saarländischen Landeswaldgesetzes ( L.WaldG) deren relevanten Passsagen im Folgenden abgedruckt und jeweils kommentiert werden:


§ 25 (Betreten des Waldes) Abs. 1, Satz 2,3:
"Das (.....) Reiten im Wald ist nur auf Wegen und Straßen gestattet. Wege im Sinne dieses Gesetzes sind nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmete, dauerhaft angelegte oder naturfeste forstliche Wirtschaftswege; Maschinenwege, Rückschneisen, Gliederungslinien und Betriebsplanung sowie Fußpfade sind keine Wege"

Ein Fußpfad dürfte zwar noch relativ leicht zu erkennen sein, die Abgrenzung zwischen (erlaubten) "Wirtschftswegen" und (nichterlaubten) "Maschinenwegen", mit denen der Wald ja ebenfalls bewirtschaftet wird, fällt da schon schwerer. Mancher Reiter wird auch mit dem Begriff "Gliederungslinie der Betriebsplanung" wenig anzufangen wissen. Hinzu kommt, dass die Wirtschaftswege unterschiedlich definiert werden. Während einerseits die Meinung vertreten wird, ein Wirtschaftsweg müsse knapp mit einem PKW passierbar sein, gibt es vereinzelt die Ansicht, dass die Bezeichnung als Wirtschaftsweg die Befahrbarkeit mit schwerem Gerät wie Traktoren und LKW´s mit Anhänger voraussetzt.

Dadurch kann es zwischen Reiter und Forstbehörde leicht zu Meinungsverschiedenheiten kommen.

Unterschiede zur alten Regelung :
Gem. § 25 a.F. (a.F.= alte Fassung) mussten die Pferde gekennzeichnet sein. Bemerkenswert ist, dass diese Pflicht ausschließlich den Reitern und keiner anderen Benutzergruppe auferlegt war. Die Kennzeichnung erfolgte in Form von Plaketten, die paarweise am Pferd anzubringen waren. Gem. § 7 a.F. stellt das Reiten ohne Plakette eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Kennzeichnungspflicht ist nunmehr ersatzlos weggefallen.damit einhergehend auch der Wegfall der Reitgebühren.


Mit Sicherheit ein Vorteil ist der Wegfall der so genannten Verdichtungsraumregelung nach der in "Verdichtungsräumen" das Reiten ausschließlich auf den dafür ausgewiesenen Wegen erlaubt war. Diese erhebliche Einschränkung betraf große Teile des südlichen Saarlandes und nicht nur Gebiete mit besonders hoher Bevölkerungsdichte. Der Wegfall dieser Regelung ist durchweg positiv zu bewerten.


Abs. 2:
"Die Kennzeichnung von Wegen im Wald als Wander-, Reit-, oder Fahrradwege (.....) bewirkt nicht den Ausschluss anderer Nutzungsarten."


Wird ein Weg durch ein Schild also beispielsweise als Wander- oder Radweg ausgewiesen, so ist das Reiten dennoch grundsätzlich erlaubt, das diese Schilder lediglich Hinweischarakter haben. Umgekehrt gilt das natürlich auch. Nach der alten Fassung war das Reiten auf Wanderwegen nicht gestattet.


Abs. 3
"Nur mit Zustimmung des Waldbesitzers sind insbesondere zulässig: (.....) Nr.4: das Fahren mit Kutschen (...), Nr. 7: das (...) Reiten abseits von Wegen und Straßen."

Für die Fahrer ist es natürlich bedauerlich, dass sie in der Gesetzesnovelle den Reitern nicht gleichgestellt werden.

Für die Reiter muss verdeutlichend gesagt werden, dass § 25 Abs. 3 nicht so zu verstehen ist, dass man "kreuz und quer" durch den Wald reitet. Vielmehr bezieht er sich auf die Benutzung kleinerer Wege bzw. die Anlage von Reitpfaden in Gebieten, wo es aufgrund einer hohen Spaziergängerdichte auf den Hauptwegen zu Beeinträchtigungen kommen kann. Dies wurde im Bereich Sulzbach bereits vor Jahren erfolgreich praktiziert und ist durchaus nachahmenswert.

Abs. 5, S 3:
"Wer den Wald benutzt, hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört, der Wald nicht beschädigt, gefährdet oder verunreinigt wird sowie die Erholung anderer nicht beeinträchtigt wird"

Diese recht allgemein gehaltene Vorschrift bedarf mit Sicherheit einiger Kommentierungen. Man sollte sich stets vor Augen halten, dass die "Lebensgemeinschaft Wald" ein Zusammenspiel aller Lebensformen ist, dessen gedeihliches Funktionieren von gegenseitiger Rücksichtsnahme abhängt.

So sollte es z.B. selbstverständlich sein, bei der Begegnung mit Spaziergängern, Joggern oder Radfahrern "zum Schritt" durchzuparieren, gebührend Abstand zu halten und freundlich zu grüssen.

Dies hat nichts mit verstaubten Anstandsregeln zu tun, sondern -- das ist Anstand !.

Merke: Reiten ist kein elitärer Sport und begründet auch in keinster Weise "Hochnäsigkeit" Nur ein freundliches Auftreten hat zur Folge, dass auch bei andern die Toleranz gegenüber den Reitern steigt.

Man sollte immer daran denken, dass es Personen gibt, die Angst vor Pferden haben. Es gibt viele Menschen, die von einem Pferd nur wissen, dass es groß ist und "vorne beißt und hinten tritt".

Beim Zusammentreffen mit Radfahrern kann es u.U. zu Problemen kommen. Das Problem liegt in den meisten Fällen wohl nicht in einer angeborenen Rücksichtslosigkeit der Radfahrer, sondern eher in der Unkenntnis der Radler, die sich nicht im Klaren sind, dass es sich bei einem Pferd um ein Fluchttier handelt. Seitens der Radfahrverbände wird seit einiger Zeit versucht hier Aufklärungsarbeit zu betreiben. Das Verständnis zwischen Radfahrern und Reiten muss dringend beiderseits weiter gefördert werden.

Desweiteren besteht nicht selten ein Konfrontationspotential zwischen Reitern und Jägern. Auch hier sollte versucht werden, die jeweils andere Seite zu verstehen und auf deren Bedürfnisse RÜCKSICHT ZU NEHMEN: Für Reiter bedeutet das, in der Hauptansitzzeit nämlich in der Dämmerung (etwa 1 bis 2 Stunden vor Einbrechen der Dunkelheit) nicht in der Nähe der Hochsitze vorbei zu reiten., sondern die Hauptwege zu benutzen. Auch sollte man die Sorgen die die Jäger um ihr Wild haben, ernst nehmen und besonders in diesen Zeit sich ruhig verhalten. (Wild reagiert auf menschliche Stimmen eher als auf das "Wild" Pferd.) Höflich vorgebrachte Bitten seitens der Jäger sollte auch dann nachgekommen werden, auch wenn es keine direkte gesetzliche Grundlage dafür gibt. Der Jäger weis im Regelfall am besten über die Verhältnisse in seinem Revier Bescheid.

Regelmäßige Aufklärung der Reiter über die Jagdausübung wäre mit Sicherheit sinnvoll, denn vielen Reitern fällt es schwer sich in die Jagd und die Aufgaben der Jäger hinein zu versetzen.


Bei der Ausbildung zum Deutschen Reitpass muss der Ausbilder bestrebt sein, gegenseitiges Verständnis zu fördern. Den bewussten und schonenden Umgang mit Natur und Umwelt

heraus arbeiten, das Verständnis für die Belange anderer Erholungssuchender sowie der Land-, und Forstwirtschaft und des Jagdwesens zu vertiefen um dadurch für Ordnung und Sicherheit im Wald zu sorgen.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass der Versuch eines harmonischen Miteinanders zuweilen auch durch "Schwarze Schafe" seitens der Jägerschaft zunichte gemacht wird, die sich Rechte herausnehmen, die ihnen nicht zustehen.: Hier und da wird von Jägern behauptet, es existiere ein genereller Leinenzwang für Hunde im Wald.Dazu ist zu sagen, dass das Saarländische Jagdgesetz lediglich darauf abstellt, dass sich der Hund im Einwirkungsbereich seiner Begleitperson befinden muss. Von einer Leinenpflicht istim Saarl Jagdgesetz nicht die Rede.

Merke: Das gegenseitige Verständnis im Umgang miteinander ist eine bessere Grundlage als Vorschriften und Paragraphen.

§ 27 (Reiten im Wald)
Abs. 1:
"Auf Antrag des Waldbesitzers oder der Gemeinde kann die Forstbehörde das Reiten oder Führen von Pferden auf einzelnen Wegen untersagen, wenn auf Grund der hohen Benutzungsdichte oder eines anderen Grundes das Reiten oder Führen von Pferden zu einer erheblichen Gefährdung oder Beeintächtigung anderer Nutzer führt. Unter gleichen Voraussetzungen können Gemeinden das Reiten auf einzelnen ihnen gehörenden Wegen untersagen. Die Forstbehörde macht die Sperrung eines Weges durch Schilder kenntlich"

Hier sind die Ausnahmen zur grundsätzlichen Reiterlaubnis auf allen Waldwegen geregelt. Auf den ersten Bick erscheint es positiv, dass eine grundsätzliche Erlaubnis besteht, die nur in Ausnahmefällen durchbrochen werden kann. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich diese Regelung in der Praxis bewährt. Es ist zu hoffen, dass die Forstbehörden die Anträge der Waldbesitzer auf Untersagung des Reitens nicht pauschal positiv bescheiden, sondern für den jeweiligen Fall eine eingehende Prüfung vornehmen und dass die Gemeinden ebenfalls nur in den gesetzlich geregelten Fällen von dem ihnen eingeräumten Recht Gebrauch machen.

Es ist schon problematisch, dass die Gründe für eine Sperrung (insbesondere die Formulierung: " auf Grund... eines anderen Grundes... zu einer Beeinträchtigung anderer Nutzer führt") sehr allgemein gefasst ist. Es ist daher fraglich, wann eine "erhebliche Beeinträchtigung" anderer Nutzer gegeben ist.

Es ist zu befürchten, dass die grundsätzliche Reiterlaubnis, die sich in der Theorie so schön liest, in der Praxis gerade umgekehrt wird. Abgesehen davon, dass die zuständigen forstlichen Stellen sich schwer tun, die alten Verbotsschilder zu demontieren, spießen in einigen Waldbezirken neue Verbotsschilder förmlich aus den Bäumen. Dabei interessiert es kaum,dass es sich beim Aufstellen eines Schildes um einen Verwaltungsakt handelt, an dessen Erlass bestimmte rechtliche Anforderungen zu stellen sind.

Abs. 2:
"Aufwendungen des Waldbesitzers für die Beseitigung nicht unerheblicher Schäden, die durch das Reiten auf Wegen entstanden sind, werden vom Land ersetzt."

In der alten Fassung war eingefügt:"Zur Abgeltung der Aufwendungen ... erhebt das Land eine Abgabe".

Durch die ersatzlose Streichung dieser Regelung entfällt nunmehr diese Gebühr.

Abs. 3, Satz 1:
Durch Rechtsverordnung kann
1. das Nähere über das Reiten im Wald, insbesondere die Sperrung von Wegen (......) geregelt werden."


II. V e r o r d n u n g über das Reiten im Wald:

§ 1 Abs. 1 S.1:
"Vor Sperrung eines Weges gem § 27 Abs. 1 des Landeswaldgesetzes sind die Landesreiterverbände sowie die örtlichen Reitvereine anzuhören".

Das ist natürlich ein guter Ansatz zwecks Berücksichtigung der reiterlichen Interessen. Allerdings scheint diese Vorschrift in der Praxis kaum Anwendung zu finden, denn die überregionalen Verbände sind bis dato nicht angehört worden. Ob dies an Unkenntnis der Behören liegt ist ungewiss. In diesem Zusammenhang bittet die VFD-Saar und der Pferdesportverband Saar um Meldungen über neue Wegsperrungen.

§ 2 Abs. 2:
"Wege, auf denen lediglich das Reiten von Pferden nicht gestattet ist, werden mit einem Reitverbotsschild gem. Anlg. 1 beschildert. Wege, auf denen das Reiten und Führen von Pferden untersagt ist, werden mit einem Pferdeverbotsschild gem Anlg. 2 gekennzeichnet."

Der Gesetzgeber hat hier Unterschiede zwischen dem Reiten und dem Reiten und Führen gemacht, die durch zwei verschiedene Verbotsschilder umgesetzt werden

Anlage 1: Verbotsschild, rund, rote Lichtkante, Sinnbild schwarz: Pferd mit Reiter

Anlage 2: Verbotsschild, rund, rote Lichtkante, Sinnbild schwarz: Pferd



III. S a a r l. N a t u r s c h u t z g e s e t z

§ 4 Betreten der freien Landschaft.
Abs. 1:
"Das Betreten der freien Landschaft zum Zwecke der naturbezogenen und naturverträglichen Erholung ist jedermann auf eigene Gefahr gestattet. Landwirtschaftlich genutzte Flächen ( einschl. Sonderkulturen) dürfen während der Nutzzeit nur auf vorhandenen Wegen betreten werden; als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Bestellung, Aufwuchs und Ernte.

(....)

Betreten in Form von Reiten (....) darf im Wald nur auf Wegen stattfinden."

Dass die Verpflichtung, ausschl. auf Wegen zu reiten, ausschließlich nur für den Wald geregelt ist, bedeutet im Umkehrschluss, dass das Reiten, das nach dem Gesetzeswortlaut eine Form des Betretens darstellt, ansonsten unter den Voraussetzungen des § 4 Abs. 1 gestattet ist.

ABER: z.Zt. findet eine Novellierung des Saarländischen Naturschutzgesetzes statt. Dort soll eine Regelung eingeführt werden, wonach das Reiten allgemein nur noch auf Wegen erfolgen darf.


Zum Schluss noch folgendes:
Alle Gastreiter und Besucher die in unser schönes Bundesland kommen um es zu Pferd oder zu Fuß zu erkunden sind begeistert von den großen zusammenhängenden Waldgebieten, die unser Saarland ebenso prägen wie die vielen Felder und Wiesen, das Weideland und die Streuobstwiesen.

Das Saarland ist auf dem besten Weg sich weit über die Grenzen hinaus als weltoffenes, geschichtsträchtiges, gastfreundliches und lebensfrohes Urlaubsland bekannt zu machen.

Dazu gehört auch, dass das Reiten nicht durch Reglementierung und Sperrungen zu stark eingeschränkt wird, denn Reiten findet, wie Wandern, nicht in der Stube, sondern in der freien Natur statt..



Noch eine wichtige Anmerkung: Aus redaktionellen Gründen wurde die Orginal-Broschüre überarbeitet. Dadurch ergaben sich zwangsläufig Änderungen zum Ursprungstext. Die Orginal-Broschüre, die auch Zeichnungen zu den einzelnen Texten enthält, kann---solange Vorrat reicht --- gegen Erstattung der Versandkosten, sowohl beim Pferdesportverband Saar als auch bei der Vereinigung der Freizeitreiter VFD, Landesverband Saar angefordert werden.

weitere Informationen zu solchen Themen findet man auch
http://www.pferdesportverbandsaar.de
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Gast






BeitragVerfasst am: Fr 07 Apr, 2006 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hast du vielleicht ne Ahnung, ob es eine Saarlandkarte mit eingezeichneten reitwegen gibt und wo?
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Pippi



Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 30
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BeitragVerfasst am: Fr 07 Apr, 2006 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Der Gast war ich Embarassed
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crazyrider



Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 57
Wohnort: Saarlouis

BeitragVerfasst am: Fr 14 Apr, 2006 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Pippi!
Das Landeskatasteramt verspricht auf seiner Seite, dass es auch Karten bezüglich Reitwegen hat. Hatte eine solche allerdings noch nicht in den Händen. Kannst mal unter
http://www.lkvk.saarland.de/9725.htm
schauen. Ansonsten würde ich hier als Ansprechpartner die VFD -Saar(Vereinigung der Freizeitreiter) empfehlen. Die erste Vorsitzende heißt Christiane Claus und ist über
jstass@online.fr zu erreichen.
Hoffe dir damit ein wenig geholfen zu haben.
LG Christine
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Pippi



Anmeldungsdatum: 05.04.2006
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BeitragVerfasst am: Mi 19 Apr, 2006 07:43    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Christine,
hab mir mal eine sog. Saarlandkarte mit Reitwegen schicken lassen. Bringt aber eigentlich gar nix, weil man nämlich nix erkennen kann. Vielleicht hat sie ja deswegen nix gekostet. Ich würde ja doch gerne mal andere Reitwege einschlagen, aber verirren will ich mich ja auch nicht Rolling Eyes
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crazyrider



Anmeldungsdatum: 06.03.2006
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BeitragVerfasst am: Mi 19 Apr, 2006 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Pippi!
Was für eine Karte war das denn? Ich kann mir nur vorstellen, dass es sich dabei um die Karte mit dem Saarlandrundreitweg handelte, die gabs kostenlos und da ist auch das ganze Saarland drauf, deshalb ist das ein viel zu großer Maßstab. Wenn wir Wanderritte machen benutzen wir die topographischen Karten des Saarlandes von dem entsprechenden Gebiet. Deren Maßstab ist viel besser. Da sind zwar keine speziellen Reitwege drauf, aber da die Novellierung des Waldgesetzes das Reiten im Wald auf Wanderwegen generell gestattet (es sei denn, es wäre durch entsprechende Beschilderung untersagt) genügen die auch für Reittouren. Zum Reiten geeignet (unbefestigter Boden) erkennst du an der Art der Wegzeichnung.
-------- unbefestigter (Trampelpfad)
===== unbefestigter Wald- oder Feldweg
_______ (Doppelt) befestigter Weg - Asphalt oder Beton

und eine Seite durchgezogene Linie eine Seite gestrichelt bedeutet teilbefestigter Weg, dabei handelt es sich meistens um geschotterte Wege, kann aber auch mal ein befestigter sein, der nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist.
Diese topographischen karten sind wirklich hilfreich, wenn man sich mit der Legende vertraut macht und sie zu "Lesen" versteht. Ich hab vor einigen Jahren mal einen Karten/Kompaß-Kurs mitgemacht, der war wirklich gut.
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Pippi



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BeitragVerfasst am: Fr 21 Apr, 2006 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, genau die wars Rolling Eyes
Habe auch erfahren, daß man da besser die topographischen Karten nimmt. Wo bekomme ich die her? Im normalen Buchhandel?
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crazyrider



Anmeldungsdatum: 06.03.2006
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BeitragVerfasst am: Fr 21 Apr, 2006 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, die bekommst du auch im Buchhandel, aber auf jeden Fall erhältst du sie beim Katasteramt, es gibt eine CD mit den topographischen Karten des Saarland, da kannst du dir das, was du brauchst ausdrucken.
Die gibts bei Landesamt für Kataster- Vermessung und Kartenwesen.
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irishman



Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Mo 24 Apr, 2006 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man noch etwas weiter gehn will kann man auch noch ein Navigationssystem verwenden.
Die topographischen Karten auf CD bieten teilweise auch die Möglichkeit mitttels Satellitennavigation (GPS) die genaue Position zu bestimmen.
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Pippi



Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 30
Wohnort: Alsweiler

BeitragVerfasst am: Di 25 Apr, 2006 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Super- vielen Dank für eure Infos. Werd mir mal sowas zulegen...
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