Hilfe im Krankheitsfall
   

 

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[Biomedizin] [Homöopathie] [Hilfe im Krankheitsfall]

Auf dieser Seite möchte ich einige Tips zur Behandlung von Gesundheitsstörungen geben, mit denen wir an unserem Stall  gute Erfahrungen gemacht haben.

Husten/Schnupfen

Zur Stärkung des Immunsystem empfiehlt sich die Verabreichung von Echinacin (Sonnenhut), welches in Aphotheken rezeptfrei als Tropfen oder Tabletten zu erhalten ist. Am einfachsten gehts mit Tropfen - auf  getrocknetem Brot zu verabreichen.

Wenn man bei den ersten Anzeichen einer Erkältung das Pferd inhalieren läßt, kann man oftmals dem Ausbruch einer heftigen Erkrankung vorbeugen. Hierzu benötigt man kein teures Inhalationsgerät, ein handelsüblicher Plastikeimer  mit heißem Wasser unter Zugabe von ätherischen Ölen oder einfach Kochsalz, den man dem Pferd unter die Nase hält, genügt auch. Am Anfang zeigen sich die Pferde oft nicht besonders begeistert, aber die Meisten lassen sich doch mit etwas Geduld und Beharrlichkeit überreden, den warmen Dampf einzuatmen. Natürlich müßt ihr gut aufpassen, das euer Pferd nicht das Maul in das heiße Wasser taucht und sich verbrennt. Sollte euer Pferd absolut nicht kooperativ sein, gibt es auch die Möglichkeit, es mittels einem Jute-Futtersack, dessen Boden mit einem Kalt-Inhalationsmittel (z.B. Biodessimin) eingesprüht wird inhalieren zu lassen. Diese Methode ist einfacher und erspart Zeit, da man dem Pferd den Inhaliersack einfach umhängt und die Hände für andere Arbeiten frei hat (das Pferd nicht unbeobachtet lassen), allerdings ist es nicht ganz so wirkungsvoll wie die Warminhalation. Die Inhalationsdauer sollte bei beiden Methoden 15-20 Minuten betragen und 2-3 Anwendungen pro Tag sind natürlicher besser als nur eine. Als ätherische Öle eignen sich: Kamille, Thymian,  Eukalyphtus und Campfer - nicht zu hoch dosieren, weil sonst die Atmung blockiert (einfach selber "Probeschnüffeln").

 

Inhalationen sind sehr wirkungsvoll bei allen Atemwegserkrankungen bis hin zu

Chronische Bronchitis/Dämpfigkeit (Lungenemphysem)

Die Tücke bei chronischen Atemwegserkrankungen liegt darin, daß sich die Bronchien/Lunge immer wieder mit Schleim zusetzten, wodurch die Atmung erschwert und die Aufnahme des Sauerstoffs behindert wird. Das Pferd hustet, um sich von dem zähen Schleim zu befreien. Ein Lungenemphysem (Dämpfigkeit) ist nicht heilbar, aber man kann die noch funktionsfähigen Bereiche der Lunge vor der Zerstörung bewahren, indem man dem Pferd hilft, den in den Atemwegen angesammelten Schleim herauszutransportieren und die Neubildung zu verringern.

Ich selbst besaß schon 3 Pferde mit fortgeschrittener Lungenerkrankung (chronische Bronchitis, nachgewiesene Dämpfigkeit) Ich hatte sie bereits krank übernommen und konnte sie wieder in einen normal reittbaren und hustenfreien Zustand versetzen. "Schimmi" sogar soweit, dass er an einem 30-Kilometer Distanzrennen teilnahm (und es auch gewonnen hat).

Der Schlüssel dazu: viel frische Luft, am Besten Offenstallhaltung, Heulage (Grassilage) anstatt Heu füttern und ein ausgewogenens Bewegungsprogramm mit vorheriger Inhalation (siehe hierzu bei Husten/Schnupfen).  Hierzu sollte man mindestens 2 x täglich das Pferd für 15 Minuten inhalieren lassen und es unmittelbar im Anschluß, angepaßt an seine gesundheitliche Verfassung - natürlich an der frischen Luft - bewegen (Spazierenführen, Longieren oder Reiten). Das Pferd muß hierbei bis an den Punkt gefordert werden, bei dem es zu Husten anfängt. Wenn es allerdings anfängt zu "Pumpen" - langsam machen. Das Ziel der Übung liegt darin, den durch das Inhalieren angelösten Schleim aus den Atemorganen herauszutransportieren.

Durchfall

Bei Durchfall oder dem Abgang von Kotwasser kann eine Darmsanierung mit handelsüblichem Naturjoghurt helfen. Hierzu sollte dem Pferd über einen Zeitraum von 14 Tagen täglich 500gr Joghurt über das Futter verabreicht werden. Die Menge kann komplett bei einer Mahlzeit oder auf morgens und abends verteilt gegeben werden. Wenn das Pferd  Probleme mit dem Geschmack hat und es nicht fressen will, versucht es, indem  ihr den Joghurt mit Honig oder einer zerdrückten Banane (Bananen wirken auch stuhlregulierend) süßt. Da mit  Durchfall nicht zu spaßen ist, solltet ihr auf jeden Fall einen Tierarzt hinzuziehen, wenn nicht innerhalb von 7 Tagen eine deutliche Besserung erzielt werden kann.

Kolik

Bei einer Kolik ruft man selbstverständlich den Tierarzt, schließlich sind Koliken immernoch die häufigste Todesursache bei Pferden. Bis zu seinem Eintreffen kann man dem Pferd jedoch schon etwas helfen. Auf jeden Fall sollte man dem Pferd eine wärmende Decke überlegen, denn Wärme wirkt entkrampfend.

Bei fütterungsbedingten Koliken (Gaskolik, Verstopfung) sollte das Pferd bis zum Eintreffen des Tierarztes geführt werden. Homöopathisch ist hier die Gabe von Nux Vomica D6 je 5 Globoli alle 15 min  hilfreich, da dies die Darmtätigkeit anregt.

Bei Krampfkoliken und Harnverhalten hilft Belladonna D6, welches krampflösend wirkt.

Bei allen Arten von Kolik, auch in sehr heftigen Fällen kann man dem Pferd mittels einer Akkupressur-Massage am Ohr helfen. Dieser Tip ist von Linda Tellington-Jones und ich habe damit schon bei mehreren Pferden erfolgt gehabt, die vom Tierarzt bereits aufgegeben wurden. Hierzu umfaßt man das Pferdeohr mit der Hand, so daß Daumen und Zeigefinger am Ohransatz liegen und streicht mit leichtem Druck und einer kleinen Drehbewegung im Uhrzeigersinn hoch zur Ohrspitze.

Hufrollenentzündung

Als mein Pferd "Zaire" im Alter von 3 Jahren (noch bevor sie unter den Sattel kam)anfing deutlich zu lahmen und der Tierarzt dann mittels einer Röntgenuntersuchung Hufrollenentzündung diagnostizierte, dachte ich, das wäre das "Aus" für sie. Hufrollenentzündung gilt als nicht heilbar und die übliche Behandlung bei dieser Erkrankung ist der Nervenschnitt,  mit dem man das Pferd für etwa 2 Jahre (dann haben sich neue Nervenverästelungen gebildet) schmerzfrei und somit wieder nutzbar macht. Aber es ging bei "Zaire" auch ohne diese Brutal-Methode. Zu danken habe ich dafür meinem sehr guten Hufschmied und meinem Tierarzt, der mir entgegen aller landläufigen Empfehlungen anriet, das Pferd viel zu bewegen. Er  formulierte das mit den Worten: "Wenn Pferd gut - viel Reiten, wenn Pferd schlecht- wenig reiten, aber Pferd immer raus.....wird gut" (keine Bange, dem guten Mann fehlt nichts, er kommt nur aus Polen und hatte damals noch geringfügige Sprachdefizite).

Aber in erster Linie habe ich die "Genesung" meinem Hausarzt zu verdanken, der mir empfahl, meinem Pferd die homöophatischen Mischpräparate Traumeel und Zeel zu spritzen. Ich injizierte jeweils eine halbe Ampulle der beiden Präparate (läßt sich zusammen in einer Spritze aufziehen)  in die Halsmuskulatur und zwar nach folgendem Verabreichungsschema: 3 Tage hintereinander, danach immer einen Tag mehr Pause lassen bis zur nächsten Injektion, also am 1. Tag, am 2. Tag am 3. Tag, dann am 5. Tag, am 8. Tag, am 12. Tag)  Bereits nach 8 Tagen war das Pferd lahmfrei. Sie hatte in den darauffolgenden Jahren 4 Rückschläge, die ich immer schnell mit Traumeel und Zeel in den Griff bekam. Heute ist sie 14 Jahre alt, geht mehrtägige, stramme Wanderritte mit und hat seit inzwischen 5 Jahren keine Lahmheit mehr gezeigt.

Neben dieser Behandlung habe ich auch darauf geachtet, dass sie täglich reichlich Bewegung bekommt, dass sie nicht zu schwergewichtig wird und anfänglich auch Muschelkalk von der grünlippigen Muschel (wirkt Gelenkschmierebildend) zugefüttert. Da ich bisher  - Gott sei Dank - nur ein Pferd mit dieser schwerwiegenden Erkrankung hatte, kann ich nicht beurteilen, inwieweit auch der Faktor "Glück" mitspielte, aber ich denke, es lohnt sich diese nebenwirkungsfreien Medikamente auszuprobieren. Sehr  gute Erfolge mit dem Einsatz von Traumeel und Zeel haben wir auch bei dem Pferd "Sam" bei einer Sehnenentzündung erzielt.

Hautentzündung/Mauke

    Bericht folgt in Kürze

Probleme der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates

    siehe Physiotherapie - Berichte folgen in Kürze

 

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